Gutachter - Fliesen- und Estrichleger |
Gutachter - Fliesen- und Estrichleger

Ausbildung zum Gutachter für das Fliesenleger- und Estrichlegerhandwerk

Lehrgang für Meister, Techniker und Gesellen des Fliesen- und Estrichlegerhandwerks

Haben Sie Fragen zu Ihrer Ausbildung oder Weiterbildung?

02461 98181 0 info@sv-akademie.de

Aachener Strasse 9 - 11, 52428 Jülich

Sonderregelung während Corona

Alle Lehrgänge der SV Akademie bestehen aus Präsenzseminaren sowie E-Learning.

  1. Die Präsenzseminartermine sind terminiert und finden statt, sofern dies seitens der Landesregierung NRW wieder zulässig ist.
    Während eines Schulungsverbotes durch die Landesregierung NRW (während Corona) werden alle Präsenzseminare durch Webinare und Live-Tutorials ersetzt.
    Somit besteht mit und ohne Schulungsverbot die Möglichkeit, das Bildungsziel innerhalb der Regelstudienzeit zu erreichen.
     
  2. Wegen besserer Planbarkeit bleibt jedoch die Anwesenheitspflicht zu den Präsenzseminaren für das gesamte Jahr 2020 aufgehoben!
    Im Falle des Stattfindens der Seminare werden diese videoaufgezeichnet und gemeinsam mit den Lehrunterlagen online bereit gestellt.*

(* Punkt 2 gilt nicht bei AZAV Fördermaßnahmen)

Infos zu AZAV Maßnahmen

Alle Lehrgänge jetzt auch im Fernstudium möglich

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Lehrgang: Innenausbau

Regelstudienzeit: 6-9 Monate


Module

  • Der Bausachverständige | Das Grundlagenseminar
  • Das Sachverständigenwesen | Vertiefung
  • Gründung, Dränung, erdberührte Bauwerksabdichtung
  • Bauphysik
  • Innenausbau
     

Prüfungen | Hausübungen

  • Sachkundeprüfung Schäden an Gebäuden
  • Hausübung M1 | Bauphysik
  • Hausübung M2 | Gründung, Dränung, erdberührte Bauwerksabdichtung
  • Gutachterprüfung Innenausbau
     

Bildungsziel

Gutachter für das Fliesen- und Estrichlegerhandwerk

Mit TÜV Rheinland geprüfter Qualifikation

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Informationen zur Ausbildung und Weiterbildung im Detail

Innenausbau

Die Lehrgang: Innenausbau der SV Akademie ist nach Lehre und Zertifizierungsverfahren unterteilt. Die Regelstudienzeit für die Lehre beträgt sechs Monate. Die Regelverweildauer bis hin zur letzten Prüfung im Rahmen des Zertifizierungsverfahren beträgt neun Monate. Der Lehrgang ist aufgeteilt in einzelne Module. Bei der Lehre bestehen die Module aus den Modulbausteinen (Präsenz-)Seminar und/oder E-Learning. Im Zertifizierungsverfahren bestehen sie aus den Modulbausteinen mündliche Prüfung, schriftliche Prüfung und/oder Hausübung. Der Lehrgang kann in drei Teilbereichen betrachtet werden.

  • Die Grundlagenphase

    Ziel ist die Vermittlung von grundlegenden Themen des Sachverständigenwesens, in Bezug auf Haftung und Recht, sowie dem formalen Ablauf bei der Auftragsabwicklung vom Ortstermin bis hin zu Gutachtenerstellung. Auftragsabwicklung und Gutachtenerstellung werden in jedem Präsenzseminar an Fallbeispielen trainiert und erläutert.
     

  • Notwendige Fächer zum Thema: Schäden an Gebäuden

    Obwohl Sie sich natürlich als Gutachter auf Ihren Fachbereich spezialisieren möchten, kommen Sie nicht umhin auch „über den Tellerrand hinaus“ Fachwissen zu besitzen. In der Praxis sind Schäden an Gebäuden nicht eindeutig nach Rohbau, Dach, Innenausbau, etc. zu differenzieren. Der Gutachter muss häufig fachgebietsübergreifend interagieren. Aus diesem Grund sind die allgemeinen Fächer zum Thema: Schäden an Gebäuden unerlässlich. Außerdem bieten Sie zusätzliche Trainings zur Auftragsabwicklung.
     

  • Fachliche Vertiefung für den gutachterlichen Schwerpunkt

    Am Ende des Lehrgangs wird die Gutachtertätigkeit in dem von Ihnen gewählten fachlichen Schwerpunkt thematisiert. In diesem Fach werden Sie final im Zertifizierungsverfahren in Form der Gutachterprüfung durch TÜV PersCert geprüft werden.  

     

Themen und Inhalte der zugehörigen Module des Lehrgangs: Innenausbau

Allgemeines und Recht

  • Anforderungen an den Sachverständigen
  • Arten des Sachverständigen
  • Werbung des Sachverständigen
  • Haftung des Sachverständigen
  • Vergütung des Sachverständigen
  • Arten von Gutachten
  • Anforderungen an ein Gutachten
  • Regeln beim Ortstermin

Schäden an Gebäuden

  • Mängel und Schäden
  • Normen und Richtlinien
  • Anforderung an Bauteile
  • Bauzeichnung
  • Statik
  • Wärmeschutz
  • Feuchteschutz
  • Brandschutz
  • Schallschutz
  • Anforderung an ein Schadensgutachten

Das Sachverständigenwesen

Allgemeine und sachgebietsspezifische Rechtskenntnisse der Sachverständigentätigkeit in solchem Umfang, dass die Teilnehmer die rechtlichen und formellen Anforderungen an die Sachverständigentätigkeit sowie an die schriftlichen Ausarbeitungen kennen.

Themenbezug: Bauwesen

Erforderliche Grundlagenkenntnisse zu physikalischen Einwirkungen auf Bauteile und Baustoffe, die bei der Planung und Konstruktion von Bauwerken berücksichtigt werden müssen.

  • Grundlagen: Schallschutz
  • Grundlagen: Wärmeschutz
  • Grundlagen: Feuchteschutz
  • Grundlagen: Brandschutz

Themenbezug: Sachverständigenwesen

Teil 1: Notwendige Lehrinhalte

Thema: Bauphysik

  • Brandschutz
    • Typische Fehler bei der Grundlagenermittlung / Erforderliche Unterlagen
    • Typische Material-/Funktionsfehler
    • Typische Ausführungsfehler
       
  • Wärmeschutz
    • Typische Fehler bei der Grundlagenermittlung / Erforderliche Unterlagen
    • Typische Material-/Funktionsfehler
    • Typische Schäden
       
  • bauphysikalischer Feuchteschutz
    • Typische Fehler bei der Grundlagenermittlung / Erforderliche Unterlagen
    • Typische Material-/Funktionsfehler
    • Typische Schäden

 
Teil 2: Workshop - Schäden an Gebäuden

Fallberechnung zum Thema: Bauphysik

Bearbeitung eines Musterfalls, zu dem, gemeinsam mit dem Dozenten, ein Gutachten erstellt wird.

Themenbezug: Bauwesen

Erforderliche Grundlagenkenntnisse zu physikalischen Einwirkungen auf Bauteile und Baustoffe, die bei der Planung und Konstruktion von Bauwerken berücksichtigt werden müssen.

  • Grundlagenkenntnisse zu Baugrund
  • Grundlagenkenntnisse zu Gründungen und Fundamente
  • Grundlagenkenntnisse zu Dränung

Themenbezug: Sachverständigenwesen

Teil 1: Notwendige Lehrinhalte:

Thema: Gründung, Dränung und erdberührte Bauwerksabdichtung

  • Erdarbeiten
    • Kenntnisse zu typischen Schäden und Mängeln aus mangelhafter Gründung, unzureichender Abstützung, Setzung oder hydrologischen Einflüssen
    • Typische Fehler bei der Grundlagenermittlung/ Erforderliche Unterlagen
    • Typische Material-/Funktionsfehler
    • Typische Ausführungsfehler
  • Dränarbeiten
    • Typische Fehler bei der Grundlagenermittlung/ Erforderliche Unterlagen
    • Typische Material-/Funktionsfehler
    • Typische Ausführungsfehler
  • Abdichtungsarbeiten (Schwarze-Wanne)
    • Typische Fehler bei der Grundlagenermittlung/ Erforderliche Unterlagen
    • Typische Material-/Funktionsfehler
    • Typische Ausführungsfehler

 

Teil 2: Workshop - Schäden an Gebäuden

Fallberechnung zum Thema: Gründung, Dränung und erdberührte Bauwerksabdichtung

Bearbeitung eines Musterfalls, zu dem, gemeinsam mit dem Dozenten, ein Gutachten erstellt wird.

Themenbezug: Bauwesen

Erforderliche Grundlagenkenntnisse über häufig verwendete/eingesetzte Baustoffe und Konstruktionen
 

  • Grundlagen der Bautechnik: Innenausbau
  • Grundlagen der Baustoffkunde: Innenausbau

Seminar | Innenausbau

Teil 1: Notwendige Lehrinhalte

Thema: Bauphysik

  • Trockenbauarbeiten
    • Typische Fehler bei der Grundlagenermittlung / Erforderliche Unterlagen
    • Typische Material-/Funktionsfehler
    • Typische Ausführungsfehler
  • Bodenverlegearbeiten (bspw. Fliesen-, Estricharbeiten)
    • Typische Fehler bei der Grundlagenermittlung / Erforderliche Unterlagen
    • Typische Material-/Funktionsfehler
    • Typische Ausführungsfehler
  • Putz- und Stuckarbeiten
    • Typische Fehler bei der Grundlagenermittlung / Erforderliche Unterlagen
    • Typische Material-/Funktionsfehler
    • Typische Ausführungsfehler
  • Maler- und Lackierarbeiten
    • Typische Fehler bei der Grundlagenermittlung / Erforderliche Unterlagen
    • Typische Material-/Funktionsfehler
    • Typische Ausführungsfehler
  • Tapezierarbeiten
    • Typische Fehler bei der Grundlagenermittlung/Erforderliche Unterlagen
    • Typische Material-/Funktionsfehler
    • Typische Ausführungsfehler
  • Fassadenarbeiten / Wärmedämm-Verbundsysteme
    • Typische Fehler bei der Grundlagenermittlung/Erforderliche Unterlagen
    • Typische Material-/Funktionsfehler
    • Typische Ausführungsfehler

Teil 2: Workshop - Schäden an Gebäuden

Fallberechnung zum Thema: Innenausbau

Bearbeitung eines Musterfalls, zu dem, gemeinsam mit dem Dozenten, ein Gutachten erstellt wird.

Inhalt, Durchführung und Kontrolle der Prüfungen und Hausübungen im Rahmen des Zertifizierungsverfahrens

Thema

  • Durchführung einer Plausibilitätsprüfung
  • Erstellung eines Gutachtens

Zulassung

  • Die Teilnahme am Grundlagenseminar (GS)
  • Die Teilnahme am Modul: Bauphysik (M1)

Durchführung

  • Bearbeitung der Hausübung im Homeoffice unter Verwendung der im E-Learning bereitgestellten Unterlagen

Kontrolle

  • Kontrolle und Feedbackprotokoll durch einen sachverständigen Tutor

Thema

  • Prüfung eines Gutachtens auf Falschaussagen
  • Beurteilung der Situation in der Funktion eines Schiedsgutachters

Zulassung

  • Die Teilnahme am Grundlagenseminar (GS)
  • Die Teilnahme am Modul: Bauphysik (M1)
  • Das Bestehen der Hausübung M1
  • Die Teilnahme am Modul: Gründung, Dränung, erdberührte Bauwerksabdichtung

Durchführung

  • Bearbeitung der Hausübung im Homeoffice unter Verwendung der im E-Learning bereitgestellten Unterlagen

Kontrolle

  • Kontrolle und Feedbackprotokoll durch einen sachverständigen Tutor

Prüfungsordnung

Die Prüfung besteht aus 3 Teilen

Teil 1: Theoretische Prüfung
80% MultipleChoice und 20% offenen Fragen

Teil 2: Die Erstellung eines Mustergutachtens
sowie dessen Bewertung durch einen sachverständigen Prüfer des TÜV Rheinland

Teil 3: Das Fachgesprach
Verteidigung des vorher erstellten Gutachtens vor einem Prüfungsausschuss

Genaue Informationen zum Prüfverfahren und der Zulassung sind den Prüfungsordnungen zu entnehmen.

Gutachter PersCert TÜV Rheinland

Kompetenznachweis über fundierte Kenntnisse zur Sachverständigentätigkeit mit Spezialisierung auf ein oder mehrere Fachgebiete.

Zielgruppe für den Gutachter mit TÜV Rheinland geprüfter Qualifikation

  • Privatpersonen
  • Mehrere Parteien gemeinschaftlich bspw. bei Schiedsgutachten

Tätigkeitsbereich

  • Plausibilitätsprüfungen
     
  • Gutachtenerstellung gemäß §194 des Baugesetzbuchs (BauGB)
     
  • Klärung von Streitigkeiten bzgl. Bauschäden und Baumängel
     
  • Beweissicherungen über den Bauzustand von Gebäuden und Bauwerken
     
  • Baubegleitung / Baubegleitende Qualitätsüberwachung
     
  • Planungsleistungen (z.B. von Sanierungsmaßnahmen)

Zulassung zur Prüfung zum Gutachter für das Fliesen- und Estrichlegerhandwerk

Berufliche Vorbildung

Eine abgeschlossene Ausbildung als Architekt, Bauingenieur, Meister oder Techniker des jeweiligen Bauhandwerks oder vergleichbarer Abschluss oder ein Berufsabschluss als Geselle des jeweiligen Bauhandwerkes mit mindestens 5 Jahren einschlägiger Berufserfahrung.

 
Empfohlene Voraussetzungen

Für die Gutachtertätigkeit ist neben der formalen Zugangsvoraussetzung eine profunde praktische Vorerfahrung in Bezug auf Material und Bauausführung nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik Voraussetzung.
Zur Auffrischung und Hilfestellung wird im Rahmen der Lehrgänge zu allen Modulen je ein Vor- bzw. Auffrischungskurs zu Material und Bauausführung nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik in Form von E-Learning-Kursen bereitgestellt. Die Durcharbeitung der Unterlagen ist zu empfehlen. Bei Unsicherheit über die persönliche Erfahrung empfehlen wir die Nutzung der MultipleChoice - Tests zur individuellen Überprüfung des persönlichen Knowhows im Rahmen des Lehrgangs.
 

Erforderliche Weiterbildung

Die Teilnahme am jeweils für den Fachbereich angebotenen Lehrgang

Wie wird man Sachverständiger?

Wenn im Bauwesen vom "Sachverständigen" die Rede ist, dann denkt jeder zunächst an einen öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen (öbuv SV). Aber wie genau wird man eigentlich öffentlich bestellt? Was muss man mitbringen, um sich für die öffentliche Bestellung bewerben zu können?

Kann und sollte man überhaupt unmittelbar eine öffentliche Bestellung und Vereidigung anstreben oder gibt es Alternativen, bzw. "Vorstufen"?

Was ist eigentlich eine öffentliche Bestellung und Vereidigung?

In der Mustersachverständigenordnung steht:

"Die öffentliche Bestellung ist die Zuerkennung einer besonderen Qualifikation. Sie ist keine Zulassung zu einem Beruf und auch nicht Voraussetzung für eine Tätigkeit als Sachverständiger. Sie soll Gerichten, Behörden, der Wirtschaft und der Allgemeinheit besonders zuverlässige, glaubwürdige und auf einem bestimmten Sachgebiet überdurchschnittlich sachkundige und erfahrene Personen zu Verfügung stellen, wenn ein Bedarf dafür besteht."

Wer öffentliche bestellter und vereidigter Sachverständiger werden möchte, der muss sich bei der jeweils zuständigen Kammer einem Bestellungsverfahren unterziehen, bei dem, neben der eigentlichen Bedarfsprüfung die persönliche Eignung geprüft wird.

Im Klartext bedeutet das also, dass sich tätige Sachverständige mit einem fundierten Tätigkeitsnachweis auf die öffentliche Bestellung und Vereidigung bewerben und sich dem Zulassungsverfahren unterziehen können.

Wie liefert man einen fundierten Tätigkeitsnachweis?

Neben dem öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen gibt es die sogenannten "freien Sachverständigen". Also jene, die ohne behördlichen oder hoheitlichen Auftrag als Sachverständiger tätig sind. Darunter fallen sämtliche Zertifizierungsverfahren wie TÜV PersCert, Dekra, oder dergleichen.

Ein interessanter Fakt ist, dass Weiterbildung, Zertifizierung, Verbandsreglements, usw. im Sektor der freien Sachverständigen in Deutschland überhaupt nicht gesetzlich geregelt sind.

Es ist also tatsächlich so, dass in einem Land, in dem eigentlich alles stets eindeutig reglementiert ist, ausgerechnet das Amt des Sachverständigen, man könnte auch sagen, das Amt des "Überwachers", gesetzlich nicht geschützt ist.

Gesetzliche Vorgaben gibt es erst ab der Stufe der öffentlichen Bestellung und Vereidigung. Doch wie eben bereits erwähnt

geht der öffentlichen Bestellung stets die Tätigkeit als freier Sachverständiger voraus.

(# fundierter Tätigkeitsnachweis).

Step by Step

Sie sind Meister Ihres Handwerks und streben an, Sachverständiger zu werden.

Dann müssen Sie zunächst als freier Sachverständiger die Tätigkeit aufnehmen und Erfahrungen sammeln. Theoretisch bräuchten Sie hierzu weder eine Zertifizierung noch irgendeine Weiterbildung.

ABER:

Die Aufnahme der Tätigkeit ohne jede Kenntnisse zu den Rechten und Pflichten dieses Berufs, ohne jede Kenntnisse zu Form, Aufbau und Anforderungen an ein Gutachten wäre grob fahrlässig, denn:

EIN SACHVERSTÄNDIGER HAFTET FÜR SEINE GUTACHTERLICHEN LEISTUNGEN!

Wer Sachverständiger werden möchte, der sollte Weiterbildungen privater Bildungsträger nutzen.

Eines vorab: Sachverständiger werden Sie nicht in einem Crashkurs. Wer Ihnen anbietet, Sie in 3, 4 oder 5 Tagen zum Sachverständigen auszubilden, der handelt schlichtweg unseriös.

Für die Ausübung der Tätigkeit als Sachverständiger bedarf es einer Menge Know How. Außerdem sollte die Anfertigung eines Gutachtens vom Ortstermin bis zur schriftlichen Ausfertigung intensiv trainiert werden.

Weshalb?

Innerhalb der Lehrgänge der Sachverständigen Akademie Aachen werden Hausübungen gestellt, wo an virtuellen Schadensfällen musterhaft Gutachten erstellt werden müssen.

Immer wieder zeigt sich hier, dass selbst die erfahrensten Handwerksmeister Schwierigkeiten haben, Sach- und Fachgerecht den IST- SOLL- Vergleich zu dokumentieren. Zu häufig werden Vermutungen geäußert, die sachverständig korrekt, beispielsweise ohne Bauteilöffnung, nicht gemutmaßt werden dürfen.

Eine weitere Erkenntnis aus den Ergebnissen der Übungen ist, dass die meisten Handwerker, seien sie noch so kompetent, große Schwierigkeiten aufweisen, den schmalen Grat zwischen juristisch korrekter, aber laienverständlicher Formulierung hinzubekommen. Ganz zu schweigen, dass es nicht immer gelingt die korrekte Gesetzesgrundlage zu dem entsprechenden Sachverhalt darzulegen.

Weil das so ist, hat die Sachverständigen Akademie Aachen spezielle, auf die jeweiligen Handwerksberufe angepasste Lehrgänge entwickelt, in denen an vertrauten Schadensbildern die Gutachtenerstellung trainiert wird.

Mittels

- E-Learning

- Präsenzseminaren

- individuellen Übungen

- Mustergutachtenerstellung mit Feedbackprotokoll durch sachverständige Tutoren

- sowie dem reglementierten Prüfverfahren durch TÜV PersCert

möchten wir die Sicherheit schaffen, die Sie befähigt in den Beruf als Sachverständiger einzusteigen.

Wir schließen damit eine Lücke, die in Deutschland nicht reglementiert ist.

Grundsätzlich sind Sie für die Weiterbildung zum Gutachter für das Fliesen- und Estrichlegerhandwerk qualifiziert, wenn:

  • Sie einen Meistertitel für das Fliesenleger- und / oder Estrichlegerhandwerk führen,

oder

  • Sie einen Gesellentitel führen und eine einschlägige 5-jährige Berufserfahrung als Fliesenleger und / oder Estrichleger nachweisen können.
     

Zusätzliche Empfehlung

Für die Gutachtertätigkeit ist neben der formalen Zugangsvoraussetzung eine profunde praktische Vorerfahrung in Bezug auf Material und Bauausführung nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik Voraussetzung.
Zur Auffrischung und Hilfestellung wird im Rahmen des Lehrgangs zu allen Modulen je ein Vor- bzw. Auffrischungskurs zu Material und Bauausführung nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik in Form von E-Learning-Kursen bereitgestellt. Die Durcharbeitung der Unterlagen ist zu empfehlen. Bei Unsicherheit über die persönliche Erfahrung empfehlen wir die Nutzung der MultipleChoice - Tests zur individuellen Überprüfung des persönlichen Knowhows im Rahmen des Lehrgangs.

Weitere Zugangsvoraussetzungen prüfen wir gerne individuell für Sie:
Machen Sie eine Lehrgangsanfrage.

Die Regelstudienzeit für den Lehrgang "Innenausbau"
beträgt sechs Monate. Die Regelverweildauer bis hin zur letzten Prüfung im Rahmen des Zertifizierungsverfahren beträgt neun Monate.

Die Gesamtkosten des Lehrgangs setzen sich folgendermaßen zusammen:
8.000,00 € netto (9.520,00 € inkl. MwSt.) für E-Learning, Skripte und Präsenzseminare bzw. Webinare & Live-Tutorials.

Hinzu kommen externe Kosten für:
Kontrolle und Protokollauswertung der Übungsgutachten: 240,00 € netto (285,60 € inkl. MwSt.)
Prüfungskosten des TÜV Rheinland: 898,00 € netto (1.068,62 € inkl. MwSt.)

Hinweis:
Es gibt diverse Möglichkeiten die Weiterbildung durch Fördermittel zu finanzieren! Teilweise sogar bis zu 100%!

Weitere Infos zu Fördermitteln

 

Dafür erhalten Sie:

  • Ein E-Learning-Portal
    mit einem großen Angebot an Skripten, Übungen und Tests,
    welches Sie auch nach Ihrer Weiterbildung zum Gutachter für Ihre Tätigkeit als Sachverständiger sinnvoll nutzen können
     
  • Zahlreiche Übungen zur Vorbereitung auf die Gutachtertätigkeit
    Davon "Mustergutachten zu virtuellen Schadensfällen", die sachverständig geprüft und bewertet werden. Des Weiteren erhalten Sie ein sehr detailliert ausgearbeitetes Feedbackprotokoll zu Ihren Hausübungen.
     
  • Insgesamt 96 Unterrichtseinheiten
    in Form von Präsenzseminaren bzw. Webinaren und Live-Tutorials | Die Dozenten sind praxiserfahrene Sachverständige

Unser Versprechen:

Wir werden Sie bestmöglich auf Ihren neuen Beruf "Gutachter" vorbereiten.

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Termine | Das Grundlagenseminar (Der Bausachverständige)

Hinweis: Der Einstieg in den Lehrgang ist quartalsweise möglich und beginnt immer mit dem Grundlagenseminar.

  • Grundlagenseminar Region: Köln / Aachen

    Mo, 04.05.2020 - Mi, 06.05.2020 Sachverständigen Akademie Aachen, Aachener Straße 9-11, 52428 Jülich
  • Grundlagenseminar Region: Köln / Aachen

    Mo, 25.05.2020 - Mi, 27.05.2020 Sachverständigen Akademie Aachen, Aachener Straße 9-11, 52428 Jülich
  • Grundlagenseminar Region: Köln / Aachen

    Mo, 22.06.2020 - Mi, 24.06.2020 Sachverständigen Akademie Aachen, Aachener Straße 9-11, 52428 Jülich
  • Grundlagenseminar Region: Köln / Aachen

    Mo, 03.08.2020 - Mi, 05.08.2020 Sachverständigen Akademie Aachen, Aachener Straße 9-11, 52428 Jülich

Förderung für Selbstständige

Reduzierte Bildungskosten für Selbstständige durch das Förderprogramm RBFS

Weitere Infos

Förderung für Angestellte

Bis zu 100 % Förderung für Angestellte in Betrieben mit weniger als 250 Beschäftigten.

Weitere Infos

Förderung für Berufsunfähige & Arbeitslose

Übernahme der Weiterbildungskosten durch die Bundesagentur für Arbeit,
den Jobcentren und der deutschen Rentenversicherung

Förderung mit Bildungsgutschein

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